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Wie
weit auch immer Sie sind,
wir bringen Sie weiter. Wir integrieren die Elemente Individualitaet, Emotionalitaet und Logik |
ein
endloses Band |
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"Was
auch immer Sie tun,
es ist jedesmal Ihre eigene Entscheidung, ... ausnahmslos!" Wirksamkeitsberichtvon Monika Wirthgen. Veränderungen
meiner Sichtweisen ''Der Lehrerberuf ist
einer der schwersten Berufe, die ich kenne.' so schlug sich Rolf
Reinhold auf meine Seite. Was dann geschah, war und
ist ein ungewöhnlich intensives Miteinander zwischen Rolf Reinhold und mir. Die
Vielfalt der Themen, zusammen mit den Sichtweisen von Rolf Reinhold und meinen
eigenen ergibt jedes Mal etwas Komplexes, das ständig erweitert, erneuert und
vertieft wurde. Es ist nicht möglich, dies auch nur annähernd vollständig
darzustellen. Ich greife daher zu besonders relevanten Inhalten und stelle
diese in Form von knappen Thematisierungen dar. Wie lernen Schüler? Die gängige Aufassung von
Lehrern dazu dürfte sein: Schüler lernen, wenn ·
die vom Lehrer
verwendeten Mittel die Erreichung von Lernzielen optimal ermöglichen ·
der Lehrer hinsichtlich
der Schüler methodisch geschickt vorgeht ·
die Schüler mitarbeiten Dahinter steht die
Auffassung 'Lernen ist lehrbar'. Als Rolf Reinhold mich
fragte:' Wie lernen Kinder?' meinte ich im Wesentlichen folgendes: Ich bereite
den Stoff altersgemäß und den Anforderungen entsprechend zielorientiert vor,
sorge für methodisch abwechslungsreiche, kindgemäße Lernsituationen,
Lernmaterialien und Disziplin - ja und dann lernen die Schüler. Rolf Reinholds
Kommentar dazu: 'Was Sie beschreiben ist Ihr 'Lehren' - ich fragte nach dem
Lernen der Schüler.' Irritiert erinnerte ich
mich, dass ich mir die Frage nach dem 'Lernen' immer wieder erfolglos gestellt
hatte. Rolf Reinhold riet mir, meine Schüler zu beobachten, um herauszufinden,
wie sie lernen. "Oder gehen Sie auf einen Spielplatz und beobachten Sie,
wie ganz kleine Kinder lernen.", empfahl er mir. Kinder sind ständig
damit beschäftigt, etwas herauszufinden, fügte Rolf Reinhold
erläuternd seinem Vorschlag hinzu und 'dabei lernen sie.' 'Ja, aber - wie?' 'Indem sie Unterschiede
setzen.' 'Und das soll 'lernen'
sein?' 'Nun, das ist wenigstens
das, was man beobachten kann!' Wäre ich mir nicht
ziemlich sicher gewesen, einen kompetenten Mann vor mir zu haben, hätte ich an
seinem Verstand gezweifelt. So aber ging ich der Sache auf den Grund. 'Tell me and I'll forget. Teach me and I'll remember. Involve me and
I'll learn.' dieses Zitat von Benjamin Franklin
fasst zusammen, was mich dabei für Aspekte beschäftigten. Reden - zwecklos. Der
Redefluss eines Lehrers rauscht wie jeder Fluss vorüber. Inaktiv und mehr oder
weniger innerlich beteiligt, hört der
Schüler zu - und vergisst wieder. Lernen? Eher nicht. Lernt der Schüler durch
Lehren? Lehren ist eine mehr oder weniger gekonnte Aktivität des Lehrers, an
die sich Schüler erinnern können, wenn die Sache für sie von Bedeutung ist und
der Lehrer interessant lehrt. Man hat die Absicht Kenntnisse weiter zu geben,
man will Inhalte tradieren. Einer der bekanntesten Lehrer der Antike,
Augustinus - er hat die öffentlichen Schulen mit allen Anzeichen eines
'Burn-out-Syndroms' verlassen - war der
Meinung, dass Lehren nichts vermittelt, sondern höchstens zum Lernen anregen
kann. Lernen sei ausschließlich eine
eigentätige, individuelle Tätigkeit. Erst heute ist dies z.B. in den
Bildungsplänen Hamburgs und anderer Bundesländer zu einer allgemeingültigen
Auffassung geworden. Lernen durch einbinden? Ja
- aber wie? Es gibt dazu erlebnispädagogische Konzepte. Stichwörter wie
Projektunterricht, ganzheitliches Unterrichten, Lernen mit allen Sinnen,
... fielen mir ein. Da hatte ich eigene
Erfahrungen gesammelt. Hier ergab sich der Anknüpfungspunkt zum 'Herausfinden'
der Reinholdschen Lerntheorie und so fing ich im engen Kontakt und Austausch
mit Rolf Reinhold an in meinem Schulalltag zu experimentieren. Es wurde ein
Experiment mit mir selbst und meine Schüler zeigten sich bereitwillig, meine
Veränderungen als Anregungen für ihr eigenes Lernen zu nutzen. Wenn Lernen eine
eigenaktive, individuelle Tätigkeit ist, welche Aufgabe fällt dann mir zu? Nicht mehr 'Reden', i.S.
von 'appellieren' und 'predigen', nicht mehr 'lehren', sondern ... ? 'Methodenfreier Unterricht' war eine der
ersten Denkfiguren, die Rolf Reinhold mir auf den Weg gab. Ich erschrak selbst
nicht wenig, als ich diesen Gedanken einige Zeit später beim Nachdenken als
meinen eigenen wieder entdeckte. Ist das denn dann überhaupt noch Unterricht? Ich knüpfte an mein
Berufsauffassung als Junglehrerin an, die mir - wie schon berichtet - mit der
Zeit abhanden gekommen war. Ich begann zu lernen, wie ich jedem einzelnen
meiner 26 Schüler auf seinem individuellen Lernweg hilfreich zur Seite stehen
konnte und verlor dabei nach und nach den Kontakt zu der Tätigkeit, die man
gewöhnlich mit 'unterrichten' bezeichnet. Dafür rückten meine Schüler immer
mehr in den Mittelpunkt meines Tuns.
Fuer Interessierte:
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